Schmerzensgeld

Schmerzensgeld wird, so der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung, geleistet als Ausgleich für erlittene Schmerzen sowie für erlebte Einbußen an Lebensqualität und –freude. Bei Zugrundelegung dieser Definition wird bereits klar, dass die konkrete Höhe des Schmerzensgeldes sich jeweils am Einzelfall orientieren muss und sog. „Schmerzensgeldtabellen“ lediglich Anhaltspunkte für die Höhe des angemessenen Schmerzensgeldes liefern können. Daher ist es Teil meiner anwaltlichen Tätigkeit in Ihrem Fall zu ermitteln, welche Einbußen Sie an Lebensqualität und – freude in Folge des Behandlungsfehlers erlebt haben. Die richtigen Fragen zu stellen um möglichst detailliert Ihren Schaden und die Veränderungen in Ihrem persönlichen Tages- & Lebensablauf zu ermitteln, ist dabei das A & O. Hierbei hilft mir meine in der täglichen Praxis auf diesem Rechtsgebiet gesammelte Erfahrung; denn nur eine detaillierte Darstellung der eingetretenen Veränderungen in Ihrem Leben macht einen geltend gemachten Schmerzensgeldanspruch transparent und für die gegnerische Haftpflichtversicherung / das angerufene Gericht plausibel und nachvollziehbar.Wichtig und auf den ersten Blick nicht immer leicht vermittelbar, ist der Umstand, dass Schmerzengeld „lediglich“ für erlittene Schmerzen, im Regelfall jedoch nicht für das (vorzeitige) Versterben zu leisten ist.

Schmerzensgeldansprüche sind als (normale) zivilrechtliche Schadensersatzansprüche vererbbar. D.h. in dem tragischen Fall, dass ein Angehöriger von Ihnen auf Grund eines Behandlungsfehlers verstorben ist, geht der Schmerzensgeldanspruch als Teil der Erbmasse auf die Erben über. Dieser kann dann (unter Nachweis der Erbenstellung) durch Sie als Erben geltend gemacht und durchgesetzt werden.
In solchen Fällen bestehen auf Grund der erlittenen Einbußen an Lebensqualität und –freude eigene Schmerzensgeldansprüche der hinterbliebenen Angehörigen nur in engen Grenzen und ausnahmsweise, nämlich dann wenn die Trauer über die Umstände des Todes, eigenen Krankheitswert hat. Hintergrund dieser limitierenden und ebenfalls auch nach meinem Verständnis nur schwer vermittelbaren Rechtslage, ist der Umstand, dass die Rechtsprechung im Wesentlichen einheitlich die Auffassung vertritt, dass der Tod eines einem nahe stehenden Menschen zum allgemeinen Lebensrisiko gehört. Die Verwirklichung des allgemeinen Lebensrisikos jedoch löst keine Schadensersatzansprüche aus.