Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren für Klinikinhaber

Das Foto zeigt eine Gefängniszelle von Innen.

Operationswunden wurden mit Zitronensaft „desinfiziert“, gesunde Organe (Blinddärme, eine Gallenblase und eine Niere) wurden ohne medizinische Indikation und ohne Einwilligung der Patienten entnommen, bei einer Patientin wurde ohne medizinischen Anlass eine Chemotherapie durchgeführt, die Frau wurde dadurch schwer geschädigt, die Behandlung einer Frau mit Heilungschancen wurde ohne medizinischen Grund abgebrochen, die Patientin ist darauf hin verstorben – es kam zu, so das Geständnis des angeklagten Chefarztes und Klinikbetreibers, Körperverletzung mit Todesfolge in 2 Fällen, schwerer Körperverletzung in einem Fall, fahrlässiger Tötung in 2 Fällen, gefährlicher Körperverletzung in 4 Fällen, vorsätzlicher Körperverletzung in 3 Fällen und fahrlässiger Körperverletzung in 13 Fällen.

 Verwaltungsbehörde entzieht Approbation

Dafür wurde der Angeklagte zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt.  Zudem hat das Landgericht Mönchengladbach ein vier-jähriges Berufsverbot für den Angeklagten verhängt.

Nach Einschätzung des Landgerichts Mönchengladbach wird der Angeklagte in der Bundesrepublik auch nach Auslaufen des jetzt verhängten zeitlich befristeten Berufsverbotes nie wieder als Arzt arbeiten können, weil nicht zu erwarten sei, dass die zuständigen Verwaltungsbehörden dem Angeklagten eine Approbation, die derzeit vorläufig entzogen sei, erteilen werden (vgl. Pressemitteilung vom  28.03.2011, abrufbar unter www.lg-moenchengladbach.nrw.de).

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.